Unsere Spartipps

Laut LIVING PLANET REPORT 2016 des World Wide Fund For Nature (Formerly World Wildlife Fund) setzte sich der ökologische Fußabdruck in Deutschland wie folgt zusammen:

Ernährung 24  Prozent
Mobilität 26  Prozent
Konsum 16  Prozent
Wohnen 27  Prozent
Sonstiges 7  Prozent

Voraussetzung, um mit Energie effizient umgehen zu können, ist zu wissen, wo diese in welchem Umfang verbraucht wird. Nachfolgend haben wir mal den Stromverbrauch bezogen auf die Nutzung in einer Stunde für ausgewählte Haushaltsgeräte aufgeführt. Eine 7 Watt Energiesparlampe verbraucht in einer Stunde z. B. 7 Wattstunden (Wh).

Übrigens wusstest Du dass ein zwei Personenhaushalt kurzfristig durch den Verzicht auf Standby Funktionen und die Verwendung von Energiesparlampen bzw. LED Leuchten bis zu einem Drittel seines Stromverbrauchs einsparen kann. Bei konsequentem Einsatz von energieeffizienten Geräten kann die Einsparung auf bis zu zwei Drittel gesteigert werden. Wir helfen Dir durch das Labyrinth:

Unterhaltung

Radiowecker 1 Wh
Radio 4 Wh
DVD Anlage 30 Wh
TV 55 Wh
TV (Standby) 1 Wh
Dolby Surround System 150 Wh
Hifi-Anlage (Standby) 10 Wh
DSL-Router mit WLAN 12 Wh
Computer im Ruhestand 5 Wh
Wii 165 Wh
Schnurloses Telefon (Ladeschale) 2 Wh
Handy aufladen 6 Wh

Leibliches Wohl

Kühlschrank 20 Wh
Kaffeeautomat (2 Tassen) 170 Wh
Kochen (eine Herdplatte) 800 Wh
Mikrowelle 700 Wh
Backofen 3.500 Wh
Raclette 500 Wh

Haushalt

Waschmaschine 620 Wh
Dampfbügelstation 2.500 Wh
Staubsauger 1000 Wh
Trockner 2.500 Wh

Hygiene

Zahnbürste im Ladegerät 6 Wh
Fön (83 Wh in fünf Minuten) 1.000 Wh
Durchlauferhitzer (fünf Minuten) 1.500 Wh

Und sonst so:

E-Bike (pro Ladung) 500 Wh
Sauna 7.500 Wh
Aquarium 35 Wh
Luftbefeuchter 45 Wh
Elektro-Heizkörper 2.000 Wh

Nachdem wir uns einen Überblick verschafft haben, nun ein paar Tipps:

  • Kühl- und Gefriergeräte können für bis zu 20 % des Stromverbrauchs im Haushalt verantwortlich sein. Ihr Verbrauch ist vom Alter des Geräts, der Bauart sowie der Effizienzklasse und dem Aufstellungsort abhängig.
  • Nicht neben Wärmequellen wie Heizung oder  Herd aufstellen. Grundsätzlich gilt: Je kühler die Umgebung, in der die Geräte stehen, desto weniger Energie wird verbraucht. So sind Einsparungen von bis zu 6 % pro 1° C abgesenkter Raumtemperatur möglich.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Dichtungen der Türen und ersetzen Sie defekte Dichtungen am besten sofort.
  • Im Laufe seines Lebens verursacht ein Kühlschrank Stromkosten, die deutlich über seinen Anschaffungskosten liegen. Kühlgeräte, die älter als 15 Jahre sind, sollten auf jeden Fall ausgetauscht werden. Beim Kauf eines neuen Kühl- oder Gefriergeräts sollten Sie daran denken, dass Truhen deutlich weniger Energie verbrauchen als Schränke.
  • Auch beim Auftauen kann man Energie sparen. Vorausschauendes Handeln und gute Organisation sind alles, was man dazu braucht. Soll es morgen Rehrücken geben, legen Sie diesen am Vortag in den Kühlschrank, wie ein Kühlakku reduziert er dessen Stromverbrauch.
  • Der Abstand zwischen Kühlschrank und Wand sollte mindestens 5 cm betragen, damit Luft zirkulieren kann.
  • Für Lebensmittel sind 7 °C optimal, in der Tiefkühltruhe minus 18 ºC. Legen Messen Sie mal die Temperatur, Sie staunen, wie frostig Ihre Kühlgeräte eingestellt sind.
  • Keine heißen Speisen in den Kühlschrank. Das bedeutet „Stress“ für das Gerät.

  • Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Heißes Wasser im elektrischen Wasserkocher kochen und auch nur so viel wie man braucht.
  • Auch in Ihrer Küche findet jeder Topf seinen Deckel. So verbrauchen Sie wesentlich weniger Energie und achten Sie darauf, dass die Topfgröße mit der Größe der Herdplatte übereinstimmt.
  • Töpfe mit Thermoböden können die Wärme lang speichern und Sie können den Elektroherd früher abschalten.
  • Ein Schnellkochtopf baut den nötigen Druck auf und hilft so Zeit und bis zu 30 % Strom zu sparen.
  • Ein Induktionskochfeld ist am effizientesten gefolgt von Cerankochfeld.

  • In den seltensten Fällen ist das Vorheizen des Backofen nötig. Lediglich ein empfindliches Soufflé muss eine genau definierte Zeit bei konstanter Temperatur im Ofen sein, damit es nicht zusammenfällt.
  • Nutzen Sie die Umluftfunktion. Gegenüber Ober- und Unterhitze sparen Sie so bis zu 20 % Energie.
  • Behalten Sie immer den Durchblick, in dem Sie das Sichtfenster des Backofens sauber halten. Sie können so mittels eines Thermometers bei Garvorgängen die Kerntemperatur im Auge behalten ohne die Ofentür öffnen zu müssen.

  • Bei normal verschmutzter Wäsche reichen 30-40 Grad völlig aus. Gegenüber 60 Grad können so bis zu 40 % Strom gespart werden. Auch auf die Vorwäsche kann man in den meisten Fällen getrost verzichten. Um die Bildung eines Biofilms zu vermeiden, sollte jedoch ein- bis zweimal monatlich das 60-Grad-Programm verwendet werden.
  • Achten Sie auf die richtige Befüllung. Eine nicht vollbeladene Waschmaschine ist Wasser- und Stromverschwendung.
  • Auch ein Wäschetrockner ist ein riesiger Stromfresser und eigentlich unnötig. Der gute alte Wäscheständer tut’s auch. Sollten Sie ihn trotzdem nutzen achten Sie darauf, dass die Wäsche vorher gut schleudert wurde, wenn möglich mit 1.200 bis 1.400 Umdrehungen pro Minute.

  • Um die 10 % des Stromverbrauchs entfallen bei Haushalten auf die Beleuchtung.
  • Das derzeit effizienteste und stromsparendste Leuchtmittel sind LEDs, die gegenüber der Glühbirne rund 80% Strom sparen.
  • Auch haben LEDs laut Stiftung Warentest die beste Ökobilanz, also über ihren gesamten Lebenszyklus die geringsten Belastungen für Umwelt und Gesundheit. LEDs belasten die Umwelt etwa drei- bis fünfmal weniger als Halogenlampen. Der Stromverbrauch spielt hierbei die Hauptrolle.
  • Anderes als Stromsparlampen enthalten LEDs kein Quecksilber, dürfen als Elektronikschrott jedoch auch nicht im Hausmüll entsorgt werden. Die nächste Sammelstelle finden Sie hier.

  • Die Toilette ist einer der größten Wasserverbraucher im Haushalt. Falls Ihr Spülkasten eine Spartaste hat, sind bereits alle notwendigen technischen Voraussetzung zum Wassersparen vorhanden.
  • Für ein Vollbad in der Badewanne werden ca. 150 bis 200 Liter benötigt, beim Duschen jedoch nur ca. 80 Liter.
  • Beim Duschen macht der zusätzliche Einbau eines Dusch-Stopps und/oder einer Wassersparbrause ohne Komfortverlust Sinn. Sparduschköpfe können den Wasserverbrauch um bis zu 50 % senken.
  • Die Warmwasseraufbereitung verbraucht nach dem Heizen im Haushalt die meiste Energie. Eine Möglichkeit zur Nutzung der Sonnenwärme ist die Solarthermie. In den Sommermonaten (Mai bis September) kann der Warmwasserbedarf eines Haushalts zu 100% über sie abgedeckt werden.

  • Fernseher, Stereoanlage, PC, Drucker, Playstation, Kaffeemaschine und viele andere Geräte haben eines gemeinsam, sie verbrauchen Strom auch wenn sie ausgeschaltet sind. Hier hilft nur eines, eine Steckerleiste mit Ein-/Ausknopf dazwischenschalten. Überall wo eine Uhrzeit angezeigt wird oder ein Lämpchen leuchtet, ein Netzteil Wärme abstrahlt ist dies ein Indikator für ein solches Gerät.
  • Schalten Sie kleine Warmwasserboiler immer ganz aus, wenn Sie kein warmes Wasser benötigen oder schließen Sie sie an eine Zeitschaltuhr oder einen Thermostopp an.
  • Achten Sie darauf, dass die Spielekonsole nicht im Modus „Spielepause“ zurückgelassen wird, da sie so ein wahrer Stromfresser ist.
  • Bereitschaftsverluste sind für rund 4 % des gesamten Stromverbrauchs in Haushalten und Büros verantwortlich und können in einem 4-Personen-Haushalt im Jahr rund 90 € Stromkosten verursachen.

  • Schalten Sie bei längeren Pausen PC und Bildschirm ab und nutzen Sie die Energiesparoptionen Ihres Computers. Mit ihrer Hilfe können die Geräte stufenweise abgeschaltet und der Energieverbrauch automatisch gesteuert werden. Z. B. Monitor: Stand-by nach 5 Minuten, Ruhezustand nach 10 Minuten, Ausschalten nach 15 Minuten. PC: Stand-by nach 15 Minuten, Abschalten nach 30 Minuten.
  • Zusatzgeräte wie Drucker, Scanner oder externe Festplatten sind häufig eingeschalten auch wenn sie nicht genutzt werden. Einfach diese Geräte nur dann einschalten, wenn Sie diese tatsächlich benötigen.
  • Stromspargeräte wie Powersafer erhalten die Betriebsbereitschaft verlustfrei aufrecht. Powersafer schalten Endgeräte, die sich im Stand-by-Modus befinden automatisch vom Netz.

  • Ein typischer Haushalt verbraucht die meiste Energie zum Heizen. 52 Prozent sind dies in OECD-Ländern. Senkt man die Raumtemperatur um 1 Grad, spart das rund 6 % Energie. Nachts und in Abwesenheit, sollte die Temperatur in den Wohnräumen um 3 bis 4 Grad abgesenkt werden.
  • Durch den Einbau programmierbarer Thermostatventile können die Heizkosten um rund 10 % gesenkt werden.
  • Thermostatventile und Heizkörper sollten nicht verdeckt sein.
  • Mehrmals am Tag sollten die verbrauchte Luft und die Feuchtigkeit etwa fünf Minuten lang durch weit geöffnete Fenster entweichen können. Beim Lüften die Heizkörper runterdrehen. Durch gekippten Fenster werfen Sie im wahrsten Sinne des Wortes das Geld zum Fenster heraus.
  • Heizungspumpen sind für fast 20 % des gesamten Stromverbrauchs eines Hauses verantwortlich. Der Austausch einer alten Heizungspumpe gegen ein hocheffizientes Modell vermeidet rund 215 kg CO2 pro Jahr.
  • Lassen Sie Ihre Heizungsanlage regelmäßig warten. Die richtige Einstellung des Heizsystems durch einen hydraulischen Abgleich löst das Problem der ungleichmäßigen Wärmeverteilung und sorgt für energieeffizientes Heizen.